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Ursache Zahnprobleme beim Pferd » Pferdezahn-Behandlung Tierärztin Rabea Neubaum-Otte

Kontakt:

Rabea Neubaum-Otte

Auf der Westerlage 11

49586 Neuenkirchen

Tel: +49 179 467 34 63

Mail: rabea.neubaum@equine-dental-care.de

http://www.equine-dental-care.de

Ursache Zahnprobleme beim Pferd

Geschichte des Pferde, Verhalten und warum gibt es Zahnprobleme?

Pferde sind Steppentiere, die ca. 16 Stunden am Tag grasen.
In der modernen Haltung ist es fast nicht möglich, den Pferden diese
natürlichen Bedingungen zu bieten. Unser Weidegras entspricht nicht
dem harten Steppengras, sondern es ist weicher, silicatärmer.

Daher können sich die ständig nachwachsenden Schneidezähne nicht
entsprechend abnutzen und verhindern ein normales Kauen (Mahlen).
Es entstehen Fehlstellungen der Vorderzähne, die zu schmerzhaften
Veränderungen im Kiefergelenk führen können.

Die Fütterung ganzer Körner wie Hafer, Mais Gerste und Pellets kann
zu einer unnatürlichen Abnutzung der Backenzähne führen.
Es entstehen scharfe Kanten am Oberkiefer zur Backe hin und am
Unterkiefer zur Zunge hin, die immer größer und schärfer werden und
die Zunge und die Backenschleimhaut verletzen.

Bei regelmäßiger Zahnpflege ist eine Kraftfutterersparnis von 1/3 möglich.

Ein kleiner Einblick in die Anatomie

Das Pferdegebiss hat 36 bis 44 Zähne und besteht aus

12 Schneidezähnen und 24 Backenzähnen.

Hengste und Wallache (und auch einige Stuten) besitzen auch noch Haken- bzw. Hengstzähne, 2 oben und 2 unten. Bei Stuten sind sie im allgemeinen kleiner und oft sind nicht alle 4 anwesend.

Viele Pferde besitzen auch noch Wolfszähne. Diese befinden sich vor dem ersten Backenzahn im Oberkiefer. Selten kommen sie auch im Unterkiefer vor.

Hinweise auf Zahnprobleme, Krankheitsanzeichen

Probleme im Pferdemaul sind bei aufmerksamer Beobachtung gut zu erkennen.

Veränderungen in der Rittigkeit:

  • Maul aufsperren
  • Verwerfen im Genick
  • Kopfschlagen
  • sich gegen das Gebiss wehren
  • Zunge heraushängen lassen
  • Steigen
  • Durchgehen
  • Stellungsprobleme
  • Schwierigkeiten beim Auftrensen
  • Plötzliche Änderungen der Rittigkeit

Schlechter Allgemeinzustand:

  • stumpfes Fell
  • Lustlosigkeit
  • Müdigkeit
  • schlechte Laune
  • unregelmäßige oder auch ausbleibende Rosse
  • Deckunlust

Krankheitsanzeichen:

  • fauliger Geruch aus Maul und Nüstern
  • Empfindlichkeit im Kiefergelenksbereich
  • Verletzungen an Zunge und/oder Backenschleimhaut
  • Verdauungsprobleme wie Verstopfungskoliken, Durchfall, Schlundverstopfung
  • Grobfaseriger Kot
  • Herausfallendes Futter
  • Futter ins Maul packen (Hamsterbacken)
  • Wickel kauen
  • Änderungen im Trinkverhalten
  • Zähne wetzen
  • Hängende Unterlippe
  • Berührungsempfind. der Backe
  • Kopfscheue
  • Asymetrie im Gesicht
  • Beulen an Gesicht oder Kiefer
  • Schwellungen in der Kehlkopfgegend
  • Gewichtsverlust
  • stumpfes Fell
  • Ausfluss aus dem Ohr, Nase oder Auge (auf einer Seite)
  • Blutungen aus dem Maul
  • Verletzungen der Zunge
  • Kolik, vor allem Dauerkoliker
  • Schlundverstopfung
  • Vermehrter Speichelfluss

Untersuchung

erst von außen, sanft, Muskeln, KG, dann von innen, ohne Maulgatter

Auftretende Zahnprobleme:

–          Scharfe Kanten der Backenzähne
–          Zu lange Schneidezähne
–          Unkorrekte Linie der Schneidezähne
–          Wolfszähne
–          Blinde Wolfszähne (unter der Schleimhaut)
–          Zahnfleischentzündungen
–          Zahnstein
–          Verlorene oder gebrochene Zähne
–          Durchbrechende Hengstzähne
–          Entzündungen des Gaumens
–          Zahnfleischtaschen (Futtertaschen)
–          Blinde Hengstzähne
–          Überzählige Zähne
–          Geschwüre und Wunden
–          Haken
–          Lose oder faule Zähne
–          Wellen in der Kaufläche
–          Stufen in der Kaufläche
–          Unter – oder Überbiss
–          Unregelmäßigkeiten im Zahnwechsel
–          Milchzahnsplitter oder andere Fremdkörper
–          Dornen oder Holzsplitter
–          Mangelnde Kaukapazität

Wann beginnt man mit der Zahnpflege?

Generell ist eine Zahnuntersuchung und Behandlung bei jedem Pferd notwendig.

Bereits im Fohlenalter sind Fehlstellungen der Zähne erkennbar
und meist leicht zu korrigieren.

Pferde während des Zahnwechsels, zwischen zwei und fünf Jahren, sollten
mindestens zweimal jährlich kontrolliert werden, da der Zahnwechsel
nicht immer reibungslos verläuft.

Ab dem sechsten Lebensjahr ist eine jährliche Kontrolle meist
ausreichend.

Wolfszähne lassen sich am schonendsten im Jährlingsalter entfernen.

Der Durchbruch der Hengstzähne sollte im Alter von vier bis fünf
Jahren kontrolliert werden.

Eine Antwort auf Ursache Zahnprobleme beim Pferd